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Sonntag, 18.02.2007

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Keine Tarnung ist Perfekt!
Keine Tarnung ist perfekt!
(Berlin, 26. Juli 2006) Wer in den ersten Augustwochen in der Fußgängerzone oder am Bahnhof seiner Heimatstadt auf einen Menschen mit Ganzkörperbemalung trifft, der sein Äußeres mit Hilfe des Paintings seiner Umgebung angepasst hat, der befindet sich inmitten der neuen Info-Tour der Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“. Die Botschaft der Aktion lautet „Raubkopierer können sich nicht verstecken“, was auch neben den Models platzierte Aufkleber mit dem Slogan deutlich machen. In Reichweite der bemalten Personen verteilen uniformierte Promoter Gewinnspielflyer und klären rund um das Thema Film-Raubkopieren auf. 


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„Es ist uns wichtig, mit der aktuellen Info-Tour erneut in den direkten Dialog zu treten und auf anschauliche, aber auch humorvolle Art deutlich zu machen, dass Raubkopierer nicht auf die angebliche Anonymität des Internets zählen können“, sagt Jan Oesterlin, Geschäftsführer der Zukunft Kino Marketing GmbH, die die Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“ initiiert hat. „Es gibt mittlerweile viele unterschiedliche Methoden, ihnen online auf die Spur zu kommen.“ Mit der Info-Tour knüpft die Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“ an die zielgruppenspezifischere Ausrichtung ihrer Aktivitäten an. Bereits seit Ende 2005 klären „virale Spots“ ausschließlich im Internet unter dem Motto „Raubkopierer können sich nicht verstecken“ über die Risiken des Raubkopierens auf. Die Strategie dahinter: Zielgruppenspezifischer zu arbeiten, intensiviert und drastisch-deutlich am „Tatort“ Internet aktiv sein, sich aber an Orten, an denen Filme legal konsumiert werden, beim Publikum zu bedanken.
So weist ab dem 26. Juli ein neuer Spot der Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“ im Internet, im TV und später auch im Kino auf die möglichen Folgen des Raubkopierens hin. Die Geschichte: Ein junger Mann lernt in einer Kneipe eine Frau kennen und durchlebt in dem kurzen Gespräch mit ihr eine Beziehung im Zeitraffer. Im Abspann des Spots heißt es: „Nach fünf Jahren Knast hat man keine Zeit zu verlieren“. Bei der Ausstrahlung im Kino wird zusätzlich der Text „Danke, dass Sie sich für das Original entschieden haben“ eingeblendet.

Zentrale Ergebnisse der AFD-Studie
Wie wichtig die nachhaltige Aufklärung durch die Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“ ist, zeigen die ersten Ergebnisse der neuen „Available for Download (AFD)“-Studie die im Auftrag der Filmförderungsanstalt (FFA) von der Firma P4M – Die InternetAgenten im Jahr 2006 durchgeführt wurde und den illegalen Filmdownload in all seinen Facetten transparent macht. Grundlage der Studie sind alle 116 Kinofilme, die im Zeitraum vom 1. April 2006 bis zum 30. Juni 2006 in den deutschen Kinos angelaufen sind. Um eine nahezu lückenlose und präzise Erfassung und Beurteilung aller Raubkopien im Internet zu ermöglichen, schloss P4M bei der Untersuchung alle relevanten Foren, Portale, Newsserver und Filesharing-Technologien ein, wie etwa eDonkey, BitTorrent und Usenet. Bei der Ermittlung der Downloadzahlen wurde ausschließlich in BitTorrent gemessen.
Ein zentrales Ergebnis der AFD-Studie: Filme mit 50.000 oder mehr Besuchern am Eröffnungswochenende sind zu 100 Prozent online verfügbar. Filme mit 10.000 bis 50.000 Zuschauern am Eröffnungswochenende sind zu 80 Prozent online erhältlich.

Von der Online-Verfügbarkeit von Raubkopien sind alle Genres betroffen. Thriller-, Action-, Kinder- und Animationsfilme sind zu 100 Prozent im Internet erhältlich. Horrorfilme (83 Prozent) und Komödien (73 Prozent) sind ebenfalls stark vertreten. Das Genre „Drama“ ist zu 40 Prozent betroffen (darunter Arthausfilme und Blockbuster). Dokumentationsfilme waren im Betrachtungszeitraum nur selten im Web zu finden (6 Prozent). Interessant ist der Vergleich von Downloadzahlen und Kinobesuchern am Eröffnungswochenende. Bei dem Film „Das Omen“ liegen die BitTorrent-Downloads aus dem Internet am Startwochenende bei 82.187 vollständigen Downloads, 135.225 Besucher sahen den Film im Kino. Den Film „Ice Age 2 – Jetzt taut's“ besuchten am ersten Wochenende 2.395.588 Personen, zusätzlich wurde er 121.894 Mal via BitTorrent illegal downgeloadet.

Strategien und Fahndungsmethoden
Ein wichtiges Mittel, um Raubkopien zu verhindern, ist die Sicherung eines Films in allen Produktionsstufen. So werden Filme bis zu ihrer Fertigstellung nicht vollständig an einem Ort gespeichert. In einem Synchronisationsstudio erhalten die Mitarbeiter beispielsweise immer nur einzelne Sequenzen zur Bearbeitung. Außerdem werden Kino-Kopien bereits bei der Produktion mit einem individuellen Code in Bild und Ton versehen. So kann beispielsweise die Tonspur einer illegalen Filmkopie darüber Aufschluss geben, woher die Quelle stammt. Bei dem so genannten digitalen Wasserzeichen erfolgt die Codierung digital und ermöglicht den Einsatz eines automatisierten Suchprogramms, das fortlaufend das Internet nach Filmdateien scannt, die diesen Code besitzen. Wird das Programm fündig, kann zurückverfolgt werden, wo der angebotene Film bzw. Tonspur illegal mitgeschnitten oder entwendet wurde. Des Weiteren helfen Softwareprogramme, die automatisch Originale mit angebotenen Kopien vergleichen, bei der Auffindung von Raubkopien im World Wide Web.
Auch im  Offline-Bereich sind Ermittler aktiv: In Deutschland werden wichtige Vertriebsstellen der Raubkopierszene regelmäßig von Ermittlern observiert. Dazu gehören insbesondere Flohmärkte und Verkaufsstände in osteuropäischen Grenzgebieten.


Teaser

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"Jeder Erfolg für die GVU ist ein Erfolg für den Film!"
- Johannes Klingsporn, Geschäftsführer Verband der Filmverleiher e.V.
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