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Dienstag, 20.02.2007

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Hart, aber herzlich!
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"Raubkopierer sind Verbrecher" wird mit neuen Spots und Print-Motiven in 2005 weitergeführt.

(Berlin, 30. November 2004) Seit einem Jahr ist die Aufsehen erregende Kampagne der Filmwirtschaft "Raubkopierer sind Verbrecher" mit Spots, Print-Motiven und spektakulären Aktionen wie "Knast on Tour" präsent. Der Erfolg spricht für sich: Dank der konzertierten Aktionen der Filmwirtschaft konnte das Brennen und Downloaden zwar nicht aufgehalten, aber im Verhätnis zur verbesserten technischen Ausstattung zumindest im Zaum gehalten werden. Neue Spots und Print-Motive führen die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" nun in 2005 fort.

Im November 2003 hat sich die deutsche Filmwirtschaft unter dem organisatorischen Dach der Zukunft Kino Marketing GmbH zusammengeschlossen und gemeinsam mit der Filmförderungsanstalt (FFA) die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher - eine Initiative zum Schutz des Originals" ins Leben gerufen. Drastisch-humorvolle Spots und Print-Motive sollten die Diskussion anregen und das fehlende Unrechtsbewusstsein des Endverbrauchers schärfen.

Tonalität wirkt - Ergebnisse der Brennerstudie

Dass die Kampagne wirkt, beweist die jüngst veröffentlichte Brennerstudie 3: Hier gaben knapp 38 Prozent der Befragten an, dass die Kampagne zumindest teilweise dazu beitrage, vom illegalen Brennen und Downloaden abzuhalten. Eine Einschätzung, die sich auch in den Ergebnissen zum Brennen und Downloaden von Filmen widerspiegelt. Insgesamt ist die Anzahl von illegalen Raubkopien und Downloads zwar gestiegen, dank der verstärkten Strafverfolgung, der Kampagne und der konzertierten Aktionen der Filmwirtschaft jedoch im Verhältnis zur mittlerweile flächendeckend verbreiteten technischen Ausstattung nicht so stark wie befürchtet. Auch das Wissen der Bevölkerung zum Urheberrecht konnte im vergangenen Kampagnen-Jahr deutlich verbessert werden. So wussten 45,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, dass in 2003 das Urheberrecht gesetzlich neu geregelt wurde. Insbesondere in der Kernzielgruppe war das Bewusstsein hoch: 65,6 Prozent der 20- bis 29-Jährigen kannten die neuen gesetzlichen Bestimmungen.

"Märchenstunde" für das neue Jahr
Die Zukunft Kino Marketing GmbH hat sich aus diesen Gründen bewusst dafür entschieden, auch in der Kampagne 2005 eine deutliche Tonalität anzuschlagen, um auf das Problem der illegalen Filmkopien aufmerksam zu machen. Verglichen mit den bisherigen Motiven steht bei den Spots mit den Titeln "Happy Birthday!" oder "Märchenstunde" der Humor allerdings stärker im Vordergrund. So erzählt im Spot "Märchenstunde" eine Off-Stimme die märchenhafte Geschichte eines Raubkopierer-Königs, der von uniformierten Rittern (= Polizisten) in seine neue, prächtige (Gefängnis-)Burg geleitet wird. "Für das zweite Kampagnenjahr war es uns wichtig, bekannte Motive nicht zu wiederholen, sondern Neues zu schaffen und die Kampagne fort zu entwickeln", erklärt dazu Dr. Elke Esser, Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing GmbH.

Gefahr noch nicht gebannt
Die Weiterführung der Kampagne ist dabei nur ein Baustein im Maßnahmenpaket der Filmwirtschaft. Es ist auch weiterhin notwendig, unvermindert gegen Raubkopien vorzugehen, wie Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher e.V., deutlich macht: "In Relation zur technischen Ausstattung konnten wir zwar mit dem verhältnismäßig geringen Wachstum von Raubkopien einen ersten Etappensieg verbuchen, doch man darf nicht vergessen: Die Anzahl von illegalen Filmkopien und Downloads ist weiter gestiegen." So ist nach Berechnungen der Zukunft Kino Marketing GmbH für 2004 mit einem Schaden von 1,06 Milliarden Euro zu rechnen.

Zu den wirtschaftlichen Einbußen kommen zwei Schadensbereiche hinzu, die oft nicht beachtet werden: Die kulturellen und gesellschaftlichen Schäden. Mit den zunehmenden Film-Raubkopien wird das Kino als kulturelles Gut, das in Ländern wie Frankreich sogar staatlichen und rechtlich verankerten Schutz genießt, systematisch demontiert. Die Gefahr ist, dass das Erlebnis Kino auf der Strecke bleibt. Um die Existenz der Kinowirtschaft zu sichern, steht daher der Schutz vor Filmklau im Vordergrund. So machen es die aktuellen Entwicklungen notwendig, im Kino zu kontrollieren und punktuell sogar Nachtsichtgeräte einzusetzen. Aber nicht nur die Kinos als kulturelle Erlebnisstätte sind bedroht, auch die künstlerische Vielfalt des Films. Es wird zunehmend schwieriger, anspruchsvolle Filme zu realisieren, denn es lohnen sich nur noch solche Produktionen, die einen finanziellen Erfolg oder zumindest die Kostendeckung sicherstellen - so wird filmerisches Wagnis und kulturelle Vielfalt mehr und mehr eingeschränkt. Wenig Beachtung finden bisher auch die gesellschaftlichen Schäden. So belaufen sich Steuerverluste bei der Umsatzsteuer durch Raubkopien für den deutschen Staat in 2004 auf 124 Millionen Euro. Auch das Thema Jugendschutz sollte bei Film-Raubkopien stärkere Beachtung finden. Eltern sind sich oft nicht bewusst, dass sich ihre Sprösslinge in einschlägige Tauschbörsen mit dem Ziel begeben, indiziertes oder pornografisches Material downzuloaden. "Die Filmwirtschaft wird weiterhin an einem Strang ziehen und das umfassende Maßnahmenpaket aus Strafverfolgung, Kampagne und technischer Forschung unvermindert fortsetzen und erweitern. Wir können und werden den Diebstahl von Filmen auch in Zukunft nicht tolerieren", unterstreicht daher Dr. Elke Esser.

Unterstützung erhält sie dabei von prominenter Seite. So meint Oliver Kalkofe, Autor, Creative Producer und Schauspieler von und in ‚Der WiXXer', anlässlich der DVD-Veröffentlichung von ‚Der WiXXer': "Filme illegal kopieren und verticken ist nicht cool, sondern genau so ein Verbrechen wie DVDs klauen und auf dem Flohmarkt verkaufen. Das kann nicht schöngeredet werden, denn hier wird nicht irgendwelchen Hollywood-Megastars ihre hundertste Million genommen, sondern hauptsächlich von denen, die von den Einnahmen wirklich leben und neue Produktionen finanzieren müssen. Ich wünsche allen verlogenen Raubkopierern dicke juckende Furunkel an Stellen, wo sie sich nicht kratzen können, denn das haben sie verdient. Damit auch in Zukunft Filme gemacht werden können, ist es nötig, sie auch weiterhin schrittweise über die verschiedenen Medien auszuwerten, persönlich wünsche ich mir dabei allerdings einen noch stärkeren Ausbau des Video on Demand-Bereichs."

Kampagnen-Spots und Print-Motive sind ab Anfang Dezember 2004 in Kinos, Videotheken, Print und TV für ca. ein Jahr präsent und werden von Öffentlichkeitsarbeit und verschiedenen Aktionen begleitet.


Über die Zukunft Kino Marketing GmbH
Träger der Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher - eine Initiative zum Schutz des Originals" ist die Zukunft Kino Marketing GmbH, eine Tochtergesellschaft des Hauptverbandes deutscher Filmtheater e.V. (HDF), des Multiplexverbandes Cineropa e.V. und des Verbandes der Filmverleiher e.V. (VdF). Die Zukunft Kino Marketing GmbH wurde ins Leben gerufen, um Branchenkampagnen zur Erhöhung des Filmbesuchs in Deutschland zu entwickeln und durchzuführen. Das aktuelle Projekt gegen das Raubkopieren wird darüber hinaus unterstützt und begleitet vom Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) und vom Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland e.V. (IVD). Darüber hinaus engagieren sich eine Vielzahl von Einzelunternehmen aus den Bereichen Video/DVD, Verleih und Kino für das Projekt. Die Kampagne wird gefördert mit Mitteln der Filmförderungsanstalt (FFA).

Teaser

Zitat Teaser
"Viele Raubkopierer kennen Gefängnisse nur aus Filmen. Wir zeigen Ihnen jetzt die Originaldrehorte."
- Jan Oesterlin, Geschäftsführer Zukunft Kino Marketing GmbH
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