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Donnerstag, 22.02.2007

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Rauer Wind für Raubkopierer!
Rauer Wind für Raubkopierer!
Berlin, im März 2004) Im Bereich Strafverfolgung von Raubkopierern konnten 2003 große Erfolge erzielt werden. Vor allem auf Grund der Arbeit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) sind die Haft- und Geldstrafen für Raubkopierer im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Für 2004 setzt die Filmwirtschaft weiterhin sowohl auf verstärkte Strafverfolgung als auch auf Aufklärung durch die Kampagne "Hart aber gerecht".

Strafverfolgung
Auch in 2004 hat der Kampf gegen das Raubkopieren wieder oberste Priorität. Um die illegale Filmnutzung weiter einzudämmen, setzt die Filmindustrie nicht nur auf Aufklärungsarbeit, sondern auch auf Strafverfolgung. Die aktuellen Zahlen der GVU sprechen eine deutliche Sprache. So stieg die Zahl der beschlagnahmten Raubkopien in 2003 um 54 %. "Allein in unserer 400 qm großen Asservatenkammer stapeln sich Zehntausende von Raubkopien bis unter die Decke", so Jochen Tielke, Geschäftsführer der GVU.

Härtere Strafen für Raubkopierer
Raubkopierer haben in 2003 gemerkt: Es weht ein rauerer Wind. So stiegen die Strafverfahren, die durch Hilfe der GVU mit Gefängnisstrafen abgeschlossen wurden, um 75 %. Ein Täter aus dem Raum Hannover/Braunschweig musste beispielsweise für drei Jahre hinter Gitter – und das ohne Bewährung. Auch wurden in 2003 deutlich mehr Geldstrafen verhängt. Allein in den Fällen, in denen die GVU an der Aufdeckung der Fälle beteiligt war, stiegen die Verurteilungen zur Geldstrafe um 54 %. Außerdem zahlten die verurteilten Raubkopierer in diesen Fällen eine Summe von über einer halben Million Euro Strafe.

In 2004 soll die Strafverfolgung sogar noch intensiviert werden: "Wir wollen nicht die breite Bevölkerung kriminalisieren, aber massenhaftes Downloaden und Kopieren von illegalem Filmmaterial - auch durch Privatpersonen - können und wollen wir nicht mehr dulden", macht Elke Esser, Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing GmbH, deutlich. "Immer mehr Urheber werden ihre Rechte geltend machen und auf Schadenersatz klagen."

Um das professionelle Kopieren und massenhafte Downloaden einzudämmen, setzt die Filmwirtschaft zum einen auf die GVU, zum anderen werden von immer mehr Filmverleihern eigene Raubkopier-Beauftragte mit der Fahndung nach illegalem Filmmaterial und der Strafverfolgung betraut. Zusätzlich durchforsten Agenturen die einschlägigen Tauschbörsen nach Raubkopien. Große Hoffungen setzt die Branche auch auf das digitale Wasserzeichen, mit dem Raubkopien erkannt und zurückverfolgt werden können.

Klare Botschaften
Ein weiterer Baustein im Kampf gegen illegale Filmnutzung war und ist die viel beachtete Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher", die im letzten Jahr startete. In drastisch-überzogenen Spots und mit deutlicher Tonalität machte die Filmwirtschaft klar, dass illegale Filmnutzung kein Kavaliersdelikt ist. Jetzt geht die Kampagne in die zweite Runde: Ein neuer Kino-Spot und neue Print-Motive sollen das öffentliche Bewusstsein gegenüber Raubkopien weiter schärfen. "Die Kampagne hat bereits erste Verhaltensänderungen erzielt, wie eine repräsentative Forsa-Studie des Magazins Stern gezeigt hat. Jetzt müssen wir die intensive Diskussion fortführen und weiterhin verdeutlichen: Das Kopieren und Downloaden von aktuellen Kinofilmen oder kopiergeschützten DVDs ist Raub", erklärt Elke Esser. Der neue Spot und die neuen Plakate sind seit dem 11.03.2004 zu sehen.


Teaser

Zitat Teaser
"Das Recht auf eine Raubkopie ist genauso schwachsinnig wie das Recht auf einen Zweitwagen!"
- Bodo Schwartz, Vorstandsvorsitzender der GVU
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