Neue Brennerstudie
"Brenner-Studie 2" der Filmförderungsanstalt
(Berlin, im November 2003) Der Start der bundesweiten Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher - Initiative zum Schutz des Originals" ist ein weiterer Baustein im Maßnahmenpaket der deutschen Filmbranche gegen den Diebstahl von Filmen. Doch welche Strategien werden überhaupt angewandt und welche Erfolge konnten bisher verbucht werden?
23,5 Mio. Deutsche haben Zugriff auf einen CD-Brenner im eigenen Haushalt, 570.000 auf einen DVD-Brenner und 250.000 auf einen DVD-Rekorder.
53 % der Brenner gaben an, Filmkopien auch für Personen außerhalb ihres eigenen Haushalts anzufertigen.
Die wichtigsten Kopierquellen sind mit 56,4 % bereits kopierte Spielfilm-CDs oder DVDs. Mit 56 % stehen Downloads aus dem Internet an zweiter Stelle.
Insgesamt wurden im Befragungszeitraum Januar bis August 2003 53 Mio. CD-Rohlinge und 9,6 Mio. DVD-Rohlinge mit Spielfilmen/Kinofilmen bespielt. Damit liegt der Wert bereits über dem Gesamtjahresergebnis von 2002 (59 Mio. CD-/DVD-Rohlinge).
Auf fast 63 Mio. Rohlinge wurden insgesamt ca. 30,3 Mio. Spielfilme gebrannt (im Schnitt 2,2 CD-Rohlinge und 1,5 DVD-Rohlinge pro Film).
DVD-Rohlinge werden zu 79 % mit Kino- oder Spielfilmen bespielt.
In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden bereits 13,3 Mio. Filme downgeloadet. Das entspricht fast dem Gesamtumfang des Jahres 2002 (15,5 Mio.).
Jeder zweite Downloader kopiert oder downloadet die Filme nach dem Kinostart, jedoch vor dem deutschen Handelsstart.
Von 5,1 Mio. Personen, die Filme gebrannt haben, hat jeder durchschnittlich 6,2 Spielfilme kopiert.
Von den 2 Mio. Personen, die Filme heruntergeladen haben, gaben 33,5% als Motiv das Downloaden von indizierten Filmen an.
Quelle: Filmförderungsanstalt, FFA. September 2003. Befragungszeitraum: Januar bis August 2003. Schriftliche Befragung innerhalb des GfK-Individualpanels. 10.000 Personen, repräsentativ für 63,2 Mio. deutsche Personen ab 10 Jahren.
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