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AfD-Studie 2007: 54% aller neu gestarteten Filme illegal im Netz erhältlich
AfD-Studie 2007: 54% aller neu gestarteten Filme illegal im Netz erhältlich
21. April 2008

Die „Available for Download“-Studie (AfD-Studie), die die Kampagne RESPE©T COPYRIGHTS bei der Firma P4M – die InternetAgenten in Auftrag gegeben hat, macht das Online-Film-Raubkopieren transparent und verschafft einen Überblick über das Ausmaß. Grundlage der Studie sind alle 456 Kinofilme, die im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2007 in den deutschen Kinos angelaufen sind. Um eine nahezu lückenlose und präzise Erfassung und Beurteilung aller Raubkopien im Internet zu ermöglichen, schloss P4M bei der Untersuchung alle relevanten Foren, Portale, Newsserver und Filesharing-Technologien ein.

Ein zentrales Ergebnis der AfD-Studie: Die Anzahl der online verfügbaren Filme ist im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte zurückgegangen. Während im Jahr 2006* noch 62 Prozent aller im Untersuchungszeitraum gestarteten Filme illegal im Netz verfügbar waren, waren es im Jahr 2007 54 Prozent. Insbesondere Kinofilme mit 50.000 oder mehr Besuchern am Eröffnungswochenende waren betroffen und zu über 90 Prozent online erhältlich. Filme mit bis zu 50.000 Zuschauern am Eröffnungswochenende waren zu rund 49 Prozent im Internet zu finden. „Wir freuen uns, dass im Jahr 2007 insgesamt weniger neu gestartete Filme illegal im Internet erhältlich waren“, so Jan Oesterlin, Geschäftsführer der Zukunft Kino Marketing GmbH, die die Kampagne RESPE©T COPYRIGHTS initiiert hat. „Es ist aber immer noch Besorgnis erregend, dass 54 Prozent aller Filme als Raubkopien im Internet abrufbar waren. Daher setzt die Filmbranche weiterhin auf gezielte Aufklärungsarbeit und Ermittlungen durch die GVU.“
Besonders alarmierend ist nach wie vor der Zeitpunkt des Erscheinens der Film-Raubkopien im Internet: Im Jahr 2007 waren rund 16 Prozent der neu gestarteten Filme bereits vor Kinostart online verfügbar. Etwa 23 Prozent erschienen am Eröffnungswochenende und rund 14 Prozent waren nach Kinostart erhältlich. Doch auch hier lässt sich ein Teilerfolg verbuchen: Im Vergleich zu 2006 wurden Filmraubkopien erst etwas später illegal ins Netz eingestellt. Im Schnitt sind Kinofilme 2006 3,9 Tage vor Kinostart aufgetaucht. 2007 lag dieser Wert bei 1,3 Tagen vor Kinostart.
Interessant ist auch der Vergleich der illegalen Downloadzahlen und der Kinobesucher am Eröffnungswochenende**. Den Film „Das perfekte Verbrechen“ sahen am Startwochenende (Donnerstag bis Sonntag) 128.674 Besucher im Kino, zusätzlich wurde er im selben Zeitraum 76.567 Mal illegal aus dem Netz herunter geladen.

Eine genauere Betrachtung der im Jahr 2007 illegal verfügbaren Filme im Internet zeigt, dass nahezu alle Genres von der illegalen Online-Verfügbarkeit betroffen waren: Fantasy-Filme und Animationsfilme waren zu 100 Prozent im Internet erhältlich. Actionfilme (92 Prozent), Horrorfilme (84 Prozent) und Thriller (83 Prozent) waren ebenfalls stark vertreten. Das Genre „Drama“ war zu 51 Prozent betroffen (darunter Arthousefilme und Blockbuster). Dokumentarfilme waren im Betrachtungszeitraum nur vereinzelt im Web zu finden. Eine Analyse der Qualität der illegalen Filmkopien im Internet hat ergeben, dass über 60 Prozent der ersten Releases eine gute Bild- und über 20 Prozent eine gute Tonqualität aufwiesen.

* Untersuchungszeitraum: 1. Januar bis 31. Dezember 2006.
** Es wurden ausschließlich Downloads im BitTorrent Netzwerk gemessen. Die tatsächliche Anzahl der Downloads über alle Technologien kann doppelt so hoch sein.

Weitere Informationen:
http://www.respectcopyrights.de/uploads/media/080421_PM_Welttag.pdf




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