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Sie bezeichnen die Spots in der Tonalität als deutlich, aber humorvoller als in der ersten Staffel. Warum diese Wandlung? Haben Sie mit Ihren bisherigen Spots zu viel Kritik geerntet?
Nein, uns war es im zweiten Jahr wichtig, bekannte Motive nicht zu wiederholen, sondern die Kampagne weiter zu entwickeln. Schließlich bewegen wir uns im Bereich der Kino- und Videowirtschaft in der Unterhaltungsindustrie. Dementsprechend sehen wir neben der zentralen Rolle der Aufklärung die Unterhaltung als einen wichtigen Faktor für den Erfolg der Kampagne an und haben dieses Jahr beschlossen, Humor in den Vordergrund zu stellen.
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Wieso setzen Sie nicht auf legale Angebote - wie von vielen Seiten gefordert?
Legale Angebote - wie z.B. in der Musikindustrie - gibt es ja auch in der Filmwirtschaft mit dem wachsenden Zweig des Video on Demand. Eine legale Download-Möglichkeit von Filmen zum Zeitpunkt der Kino-Auswertung ist in der Filmwirtschaft allerdings nicht praktikabel, da erst das Prinzip der Kaskadenauswertung überhaupt die Refinanzierbarkeit von Filmen gewährleistet.
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Angesichts der Maßnahmen der MPA in den USA: Wollen Sie künftig ebenfalls die gesamte Bevölkerung verklagen? Wird es Massenverfolgungen geben?
Bisher hat die MPA die Klagewelle ausschließlich auf die USA begrenzt. Eine Massenverfolgung von unserer Seite aus wird es nicht geben, jedoch eine Fahndungswelle in Massenmärkten für Film-Raubkopien wie Auktionshäusern, Tauschbörsen, Flohmärkten, etc.
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Werden Sie Ihre "Knast on Tour" Aktion fortsetzen? Was versprechen Sie sich davon?
Sehr wahrscheinlich werden wir die Aktion fortsetzen, denn sie war ein großer Erfolg. Auf den Stationen in sieben deutschen Städten haben wir einen intensiven und äußerst positiven Dialog mit der Zielgruppe vor Ort geführt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die rechtliche Situation vielen Bürgern nach wie vor nicht ausreichend bewusst ist. Zudem gab es ein reges Interesse der Bevölkerung an Knast on Tour: In jeder Stadt saßen über 100 Personen Probe, manchmal gab es Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Sehr viele nutzten den Infostand, um über Raubkopien, legale und illegale Nutzung von Filmen zu informieren und diskutieren. Dementsprechend war Knast on Tour ein wertvoller Beitrag, um die Aufklärung der Bevölkerung zu intensivieren und damit den Bewusstseinswandel voranzutreiben.
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Ihre Spots spiegeln vor, dass alle Raubkopierer ins Gefängnis gehen. Gibt es überhaupt schon Gefängnisstrafen? Aktuelle Zahlen dazu?
Wie erwähnt, arbeiten wir mit drastischen und provokanten Motiven, um eine starke Aufmerksamkeit für das Thema illegale Filmkopien zu erreichen. Tatsache ist aber, dass das Strafmaß Höchststrafen von bis zu fünf Jahren vorsieht, wenn die entsprechende Schwere des Tatbestands erreicht ist. Und hierzu sind auch in Deutschland schon viele entsprechende Gefängnisstrafen ausgesprochen worden, erst im August wurde in zwei Fällen, an denen die GVU bei der Ermittlung beteiligt war, zwei Jahre bzw. ein Jahr Haft erlassen. Die aktuellen GVU-Zahlen bis September:
- Einleitungen: 2104 / 1794 (straf.) 310 (außergerichtlich zivil)
- Durchsuchungen: 1651
- Sichergestellt Gegenstände: 371194 davon Film 199108
- Erfolgreiche Abschlüsse: 1340 / 1040 (straf.) 300 (außergerichtlich zivil)
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Ist es nicht nur Interesse an Gewinnmaximierung, wenn Sie jetzt gegen Raubkopierer vorgehen?
Die Summe ist richtig, aber tatsächlich reden wir hier von Umsätzen, nicht Gewinnen. Insofern relativiert sich die hohe Summe wieder. Leider ist es Fakt, dass wir durch Raubkopien und illegale Filmnutzung hohe Schäden hinnehmen müssen, allein für 2004 über 1 Milliarde Euro. Es geht uns nicht darum, Gewinne zu steigern, sondern überhaupt in die Gewinnzone zu gelangen. Dabei ist das Interesse nicht rein eigennützig: Schließlich hängen Tausende von Arbeitsplätzen vom wirtschaftlichen Erfolg der Filmbranche ab.
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Einerseits wollen Sie nicht kriminalisieren, andererseits stellen Sie Raubkopierer als Verbrecher dar. Wie passt das zusammen?
Es geht nicht darum, die breite Bevölkerung zu kriminalisieren. Die drastisch-humorvolle Darstellungsweise der neuen Spots und Print-Motive soll erreichen, dass der Raubkopierer sich der Illegalität seines Handels bewusst wird und sein Verhalten kritisch hinterfragt und ändert. Wir zeigen die Folgen von kriminell organisiertem Raubkopieren und verdeutlichen so: Das, was Du da tust, ist eigentlich Diebstahl von urheberrechtlich geschützten Werken und damit illegal. Wir wissen, dass die Motive mit Sicherheit Aufsehen erregen. Aber das ist gut so, denn die illegale Nutzung von Filmen muss auch stärker und kontrovers diskutiert werden.
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Sie sagen, sie wollen nicht die breite Bevölkerung kriminalisieren. Wie passt der Slogan "Raubkopierer sind Verbrecher" ins Bild?
Wir wollen die breite Bevölkerung nicht kriminalisieren. Spots und Motive zeigen die Strafandrohung für gewerbliches Raubkopieren. Der "normale" User von illegalen Filmangeboten kann und soll auch nicht darunter fallen. Wir müssen hier scharf differenzieren: Denn für uns gibt es
a) die Nutzer von legalen Filmangeboten, also Personen, die regulär ins Kino gehen, DVDs kaufen oder ausleihen, etc.
b) die Nutzer von illegalen Filmangeboten, beispielsweise in Tauschbörsen, kopierten DVDs, etc
c) und die Raubkopierer, also kriminell organisierte Personen oder Personenkreise, die das Raubkopieren gewerblich betreiben.
Außerdem möchten wir an dieser Stelle noch einmal betonen: Das Wort "Verbrecher" benutzen wir hier in einem umgangssprachlichen Gebrauch und nicht im Sinne der Legaldefinition des StGB.
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Wie passt das "Nicht kriminalisieren wollen" mit dem scharfen Ton der Kampagne zusammen?
Der Ton der Kampagne ist bewusst deutlich gewählt. Bisher haben Verständnis suchende Kampagnen nichts bewirkt. Daher müssen wir laut und deutlich unsere Stimme erheben, um das Thema illegale Filmkopien in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und zu diskutieren.
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Warum schafft es die Industrie nicht, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen, damit Quellen von Raubkopien zurückverfolgt werden können?
Die Sicherheit hat in allen Stufen der Filmauswertung zugenommen. Beispielsweise entwickelt das "Fraunhofer-Institut Integrierte Publikations- und Informationssysteme" im Auftrag der Filmwirtschaft und Filmförderungsanstalt ein optimiertes Verfahren zur Quellen-Rückverfolgung bei gefundenen Raubkopien. Die neuen Technologien werden helfen, Raubkopierer einfacher identifizieren zu können.
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Meinen Sie nicht auch, dass qualitativ gute Filme sich auch im Kino durchsetzen werden?
Gute Filme werden sich im Kino durchsetzen. Aber die Frage ist: Werden Sie auch wirtschaftlich erfolgreich sein? Faktisch entstehen durch illegale Filmnutzung große Einbußen. Viele Personen werden einfach nicht mehr ins Kino gehen, nachdem sie sich eine Raubkopie angesehen haben. Genauso wie die allerwenigsten noch DVDs ausleihen oder kaufen, wenn sie auf Raubkopien zurückgreifen können. Damit ist das Modell der Filmauswertung in seinen Grundfesten erschüttert.
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Entziehen Raubkopierer nicht nur schlechten Filmen die Grundlage?
Leider nein, die Zahlen zeigen deutlich: Allen Produktionen wird die Erfolgsgrundlage entzogen. Unter Raubkopien leiden Blockbuster genauso wie kleinere Produktionen. Das Beispiel "Terminator 3" zeigt: Ca. 1 Mio. Personen besaßen eine Kopie des Films einen Monat nach dem Kinostart, von "Good Bye, Lenin!" gab es ca. 770.000 Raubkopien vor dem DVD-Start.
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Dem "kleinen Mann" werden empfindliche zivilrechtliche Strafen angedroht. Warum gibt es keine Groß-Initiative gegen gewerbliche Raubkopierer?
Auch die gibt es. So agiert die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in enger Zusammenarbeit mit der Polizei und Staatsanwaltschaft überaus erfolgreich gegen Raubkopierer. Darüber hinaus engagieren sich die Verbände insbesondere gegen gewerbliche Raubkopierer z.B. mit zivilrechtlichen Klagen oder durch Raubkopien-Screening auf Flohmärkten.
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Glauben Sie wirklich, dass Ihre Kampagne Raubkopierer abschreckt?
Wir gehen nicht davon aus, dass die Kampagne die organisierten Raubkopierer erreicht. Diese sollen mit Unterstützung der GVU durch die Polizei gefasst werden. Hier hilft nicht überzeugen, sondern bestrafen. Die Kampagne will aber erreichen, dass der Endverbraucher sich der Illegalität seines Handels bewusst wird und sein Verhalten kritisch hinterfragt und ändert.
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Meinen Sie nicht, die Justiz hat Besseres zu tun, als sich mit solchen Bagatell-Delikten zu beschäftigen?
Es wäre schön, wenn wir beim Downloaden und Kopieren von Filmen von Bagatell- oder Kavaliersdelikten sprechen könnten. Die Realität zeigt aber: Längst haben kriminell organisierte Banden Raubkopien als lukrative Einnahmequelle entdeckt. Es gibt sogar professionelle Produktionsstätten im In- und Ausland und strategische Überlegungen zu Absatzkanälen.
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Der Musikindustrie entstehen Milliarden Verluste und dies trotz öffentlicher Diskussion um die Legalität von Tauschbörsen. Was führt Sie zu der Annahme, dass es im Filmgeschäft anders laufen wird?
Die Kampagne ist nur Teil einer umfassenden Strategie. Wir schnüren ein komplettes Maßnahmenpaket, das illegale Film-Nutzung eindämmen und organisierten Filmraub bekämpfen soll. Dazu gehört u.a. eine erhöhte Sicherheit in allen Stufen der Filmauswertung, Aufklärungsarbeit sowie zivil- und strafrechtliche Maßnahmen.
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Bei nicht strafrechtlicher Verfolgung: Glauben Sie wirklich, dass Privatpersonen dadurch ihr Verhalten ändern?
Straf- und zivilrechtliche Ahndung von Urheberrechtsverletzungen ist immer der letzte Schritt. Wir hoffen aber, dass unsere Kampagne auch weiterhin viele Leute wach rüttelt und die öffentliche Diskussion anregt.
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Wie wollen sie die Anonymität des Netzes umgehen, ohne selbst bestehende Rechte zu verletzen?
Ganz klar: Wir bewegen uns natürlich nur in einem Rahmen, den der Gesetzgeber vorgibt. Die Einhaltung dieser vorgegebenen Regeln ist uns sehr wichtig. Aber innerhalb dieses Rahmens werden und müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, gegen illegale Filmnutzung vorzugehen.
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Hacker werden Sicherheitsexperten und Virenschreiber teilen ihr Wissen mit Antiviren-Softwareherstellern. Sollte man den Raubkopierern nicht dankbar sein, dass sie Sicherheitslücken aufdecken?
Das Problem ist: Die illegalen Filmkopierer decken keine Sicherheitslücken auf. Sie treten ja nicht an die Studios/Verleiher heran, und zeigen auf, wo Sicherheitslücken zu finden sind. Vielmehr stellen Sie einfach ihre Angebote ins Netz oder verkaufen/verbreiten sie im Offline-Bereich.
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Die angeblich verursachten Schäden sind oft schwer zu überprüfen, und kaum zu messen. Wie kommen Sie denn an die Zahlen?
Die Schäden sind Berechnungen, die auf den Zahlen der Brennerstudien der Filmförderungsanstalt beruhen.
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Sind die Verluste durch Raubkopien nicht marginal, im Gegensatz zu den Verdiensten beim Merchandising eines Films?
Vom Merchandising profitieren nicht unbedingt die Leute, die an der Produktion eines Films beteiligt sind, sondern die Lizenzinhaber. Hier muss also von Fall zu Fall untersucht werden, ob sich eine Filmproduktion tatsächlich für die Verantwortlichen gerechnet hat oder nicht.
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Was passiert mit minderjährigen Raubkopierern, die Kopien auf dem Schulhof oder an Freunde verkaufen?
Die Kampagne zitiert die Strafandrohungen des Urheberrechts, die bei schwer wiegenden Verletzungen des Urheberrechts greifen. Uns ist natürlich bewusst, dass die angesprochenen Jugendlichen und Erwachsenen nicht unter diese Strafandrohung fallen. Wir wollen diese Zielgruppe nicht kriminalisieren, sondern ihr Verhalten im Umgang mit urheberrechtlich geschütztem Material ändern. Insofern werden diese erst einmal nicht belangt, sondern wir versuchen, in einem ersten Schritt wachzurütteln.
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Wenn ich mir eine Leer-CD oder -DVD kaufe, zahle ich auch eine Urhebergebühr mit, also habe ich auch das Recht zum Kopieren.
Urheber haben das ausschließliche Recht zur Nutzung ihrer Werke. Der Gesetzgeber setzt diesem ausschließlichen Recht gewisse Schranken. Diese dürfen aber die reguläre Auswertung eines Filmes nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Tatsache, dass illegale Filmkopien im großen Umfang angefertigt werden - allein für Januar bis August 2003, wurden 30 Mio. Filme gebrannt - zeigt, dass Raubkopieren leider ganz wesentlich Urheberrechte beeinträchtigt und verletzt.
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Ist ein Recht auf Information nicht grundgesetzlich garantiert?
Das ist richtig, aber nicht ein Recht auf kostenlose Information. Sonst hätte jeder ein Recht zum kostenlosen Kinobesuch, zum Diebstahl einer Zeitung, einer Musik-CD oder eines Buches.
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Die Investitionen in Film-Produktionen sind immens hoch. Warum wird hier nicht Geld gespart, beispielsweise durch Kürzung der Millionen-Gagen der Filmstars?
Kino ist ein arbeitsteiliger Prozess. Die Produktion startet mit dem Drehbuch und endet mit der fertigen Filmkopie. Zahlreiche Stufen sind zwischengeschaltet u.a. Synchronisationsstudio, Sprecher, Kopierwerke, Filmspediteure, Kinos mit Kassierer, etc. Manchmal leben - zumindest temporär - Tausende von Menschen für und von einem Film. Daher ist es nicht damit getan, den Schauspielern ihre Gagen zu kürzen. Ganz im Gegenteil: Oft sind die Schauspieler Garant für einen internationalen Erfolg und ermöglichen überhaupt die Beschäftigung all dieser Leute. Übrigens: In letzter Zeit verzichten viele Schauspieler auf die fixe Millionengage und werden lieber mit einem bestimmten Prozentsatz des Erlöses beteiligt.
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Wie sieht die rechtliche Lage bei Musikvideos aus: Darf ich Musikvideos aus den Tauschbörsen downloaden? Die werden ja auch bei den Musiksendern gezeigt.
Auch wenn Musikvideos auf MTV und VIVA besonders oft gespielt werden, ist man nicht berechtigt, diese Musikvideos aus dem Internet zu laden. Denn das Angebot im Fernsehen ist eine legale Nutzung, für die Musiksender auch bezahlen, so dass die Beteiligten (Künstler, Beleuchter, Drehbuchautoren, Techniker, etc.) auch eine Bezahlung bekommen (wird abgerechnet über die GEMA). Für den Download würden die Künstler indessen leer ausgehen. In Tauschbörsen gibt es faktisch keine legale Nutzung (ausgenommen Nachwuchsgruppen, die ihre Songs kostenlos zur Verfügung stellen).
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Darf ich TV-Serien downloaden? Beispielsweise wenn diese nicht als Kauf-DVD erhältlich sind und auch nicht mehr im TV gezeigt werden?
Der Umstand, dass eine Serie nicht als DVD erhältlich ist, führt leider nicht dazu, dass man sich selber diese DVD aus dem Internet laden darf. Etwas anderes ist natürlich, wenn diese TV-Serien legal - also von einer autorisierten Site - angeboten werden. Anbei eine einfache Faustregel, um legale und illegale Angebote zu unterscheiden: Man muss sich immer fragen, ob der Rechteinhaber sein Einverständnis dafür gegeben hat, dass der Film bzw. die Musik im Internet angeboten werden?
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Warum sind die DVD-Preise so hoch, obwohl die DVD doch in der Herstellung viel billiger ist als eine VHS-Kopie?
Eine DVD bietet ganz besonderen Home Entertainment-Genuss. So kann nicht nur einfach der Film oder die Serien abgespult werden, sondern es gibt zahlreiche Extras, beispielsweise die Wahl verschiedener Sprachen, Making of, Take outs. etc. Es gibt also zusätzliches Material, was Sie für das Geld bekommen. Zusätzlich darf man nicht nur die Kosten für die Produktion berechnen, sondern muss sich bewusst sein, dass Marketingkosten für diese DVD hinzukommen. Schließlich müssen sich DVDs auch für die Verleiher rechnen: War ein Video nach dem 200sten Mal abspulen qualitativ nicht mehr einwandfrei und es wurde über Ersatz nachgedacht, so werden Sie bei der DVD keinen Unterschied zum ersten Gebrauch feststellen. Dadurch werden natürlich weniger DVDs als Videos verkauft, was sich daher auch in geringem Maße im Preis widerspiegelt. Und: Eine DVD kostet durchschnittlich nur noch 13,99 € - ein Preis, der durchaus moderat ist, wie wir finden.
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"Das Recht auf eine Raubkopie ist genauso
schwachsinnig wie das Recht auf einen Zweitwagen!" |
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- Bodo Schwartz,
Vorstandsvorsitzender der GVU |
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